Projektion/ Carlo-Mierendorff-Preis
Darmstädter Sezession und Blue Star Contemporary schreiben internationalen Preis für zeitgenössische Videokünstler 2021 aus

Darmstädter Sezession

Preisträger*innen 2021

Von Inez Gengelbach – 16.11.2021

Allgemein

      
 
Preis für junge Kunst der Darmstädter Sezession 2021
Sam Williams ist der diesjährige Gewinner des Preises für junge Kunst der Darmstädter Sezession. Herzlichen Glückwunsch!
Sam Williams ist ein Künstler, der in den Medien Video, Live-Performance und Collage arbeitet. In seiner Arbeit erforscht er die Verbindungen zwischen dem Filmischen und dem Somatischen sowie die Beziehungen zwischen Ort, Körper und Archiv. Seine Forschung konzentriert sich auf die Frage, wie wir die Verflechtung mehrerer Arten, myzelartige Netzwerke, ökologische Systeme und Volksmythologien betrachten können, um Ideen für gegenwärtige und zukünftige nicht-menschenzentrierte Lebensweisen zu entwickeln.
Ausgezeichnet wird Sam für seine Videoarbeit See What I See.
 

Carlo Mierendorff Preis 2021

Der erste Carlo Mierendorff Preis wird vergeben an Leonie Pfennig. Herzlichen Glückwunsch!
Seit 1975 vergibt die Darmstädter Sezession den Preis für junge Kunst. Erstmals vergibt die Vereinigung in diesem Jahr auch einen Preis für die sprachliche Vermittlung von Kunst in Gedenken an das Gründungsmitglied und den überzeugten Antifaschisten Carlo Mierendorff.
Leonie Pfennig lebt als freie Autorin und Redakteurin in Köln. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Europäischen Ethnologie in Berlin arbeitete sie für Galerien, Magazine und Verlage in Berlin und zuletzt am Museum Ludwig, Köln. Sie schreibt regelmäßig für Monopol – Magazin für Kunst und Leben, Stadtrevue Köln, KubaParis – Zeitschrift für junge Kunst und andere Magazine sowie Essays für Künstler*innen, Galerien und Institutionen. Sie ist Gründungsmitglied von And She Was Like: BÄM!, einer Initiative für Frauen im Rheinland.
“In meinen Texten möchte ich das, was bildende Künstler*innen durch ihre Arbeit ausdrücken und zur Sprache bringen in Worte fassen und von der visuellen in eine wörtliche Form übersetzen. Mir ist es dabei wichtig, ein Werk nicht durch ein Korsett von Referenzen und kunsthistorischen Einordnungen zu analysieren und theoretisieren, sondern ein Gespür für das Werk zu vermitteln und es mit den Mitteln der Sprache näher zu bringen.”
Die Jury hat sich einstimmig für die Vergabe des Preises an Leonie Pfennig entschieden. Mit großem Talent findet sie kluge Erläuterungen und weckt die Neugier der Leser*innen. Sie lädt uns mit klarer Sprache dazu ein, sich intensiver mit den von ihr beschriebenen Werken zu beschäftigen. Ihre Fähigkeit, Bilder in Sprache zu übersetzen, ist beeindruckend, präzise und ein wichtiger Beitrag für die Vermittlung der Kunst unserer Zeit.
03.09.2021
Atelier Siegele