Darmstädter Sezession

Zu Gast im MUSEUM GIERSCH

Von M. Großkinsky – 06.08.2012

Allgemein

Zu Gast im MUSEUM GIERSCH
 
Im August 2012 findet nun bereits zum achten Mal eine Ausstellung unter dem Motto „Zu Gast im MUSEUM GIERSCH“ statt: Nach dem Sinclair-Haus 2002, der Freiherr-vom-Stein-Schule 2003, der Städelschule 2005, der BHF-Bank und der Frankfurter Künstlergesellschaft 2004, 2006 und 2011 freuen sich die STIFTUNG GIERSCH und das MUSEUM GIERSCH, nun der renommierten Darmstädter Sezession die Räumlichkeiten des Museums zur Verfügung stellen zu können.

Die Ausstellungsreihe „Zu Gast im MUSEUM GIERSCH“ versteht die STIFTUNG GIERSCH als ein weiteres Engagement für die Kunst, indem sie den in der Region ansässigen Kulturinstitutionen eine Plattform auf Zeit bietet. Dabei bleibt die satzungsgemäß definierte Aufgabe des MUSEUM GIERSCH mit Konzentration seiner Forschungs- und Ausstellungstätigkeit auf die Kunst und Kultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts im Rhein-Main-Gebiet unangetastet. Erst durch diese Fokussierung gewann das Museum sein unverwechselbares Profil, das in den vergangenen zwölf Jahren mit 24 aufwändigen, thematischen und monographischen Ausstellungen sowie begleitenden Publikationen herausgearbeitet werden konnte.

Aus historischer Perspektive widmete sich das MUSEUM GIERSCH bereits den Anfängen der Darmstädter Sezession, die 1919 von avantgardistischen und überregional aktiven Künstlern wie dem Schriftsteller Kasimir Edschmid und dem Maler Carl Gunschmann gegründet wurde. Beide Persönlichkeiten spielten eine wesentliche Rolle in unserer Ausstellung „Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet – Künstler, Händler, Sammler“ 2011.

Die Darmstädter Sezession hat als Veranstalter die Konzeption und Realisierung ihrer Ausstellung übernommen und setzt im MUSEUM GIERSCH eine eigene Reihe fort, die in unregelmäßiger Folge eine Auswahl von „12 Positionen“ aus der ansehnlichen und namhaften Liste der KünstlerInnenmitglieder präsentiert. Dieser repräsentative Überblick über das aktuelle Schaffen und Wirken der Sezession wird sowohl ihrem Selbstverständnis als auch ihrer Geschichte gerecht. Wie bereits seit ihren ersten Ausstellungsaktivitäten in der Darmstädter Kunsthalle am Rheintor 1919 pflegt die Darmstädter Sezession über die eigene lokale Kunstszene hinaus einen sehr offenen Blick auf das künstlerische Geschehen in Deutschland und versammelt Mitglieder aus unterschiedlichen Generationen und Regionen. In der aktuellen Ausstellung sind KünstlerInnenmitglieder aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen und Niedersachsen vertreten, wobei jede Vita auch durch ein Atelier – so in Darmstadt, Frankfurt am Main, Michelstadt, Offenbach, Roßdorf, Rüsselsheim – in der Region Rhein-Main verortet ist. Traditionsgemäß finden sich in der Darmstädter Sezession unterschiedlichste künstlerische Haltungen und Handschriften. Auch diese Gruppenausstellung führt mit zwölf KünstlerInnen verschiedene stilistische Ausprägungen aus Malerei, Bildhauerei und Graphik zusammen. Dabei bespielt jedes Sezessionsmitglied jeweils eine Raumeinheit unseres Hauses, dessen kabinettartige Struktur einer derartigen Gruppenausstellung entgegenkommt. Im Rundgang erlebt der Besucher eine sehr abwechslungsreiche Schau, die ihn immer wieder von Neuem mit einer anderen Gattung und Technik, insbesondere aber mit einer individuellen Vorstellungs- und Bildwelt konfrontiert.

Außerdem würdigt die Darmstädter Sezession ihre Preisträgerin des Jahres 2010 mit einer Sonderausstellung. Der seit 1975 vergebene Preis der Darmstädter Sezession ging an die in Offenbach lebende und arbeitende Künstlerin Laura Baginski. Die Diplomabsolventin der Hochschule für Gestaltung Offenbach des Jahres 2008 setzt sich in ihren Werken intensiv mit der weiblichen Körperwelt auseinander.

Die STIFTUNG GIERSCH und das Museumsteam wünschen dieser sehenswerten und anregenden Ausstellung großen Zuspruch und danken den Mitgliedern der Darmstädter Sezession und allen Beteiligten, die durch ihr Engagement das Zustandekommen der Ausstellung ermöglicht haben, sehr herzlich.

M. Großkinsky
Leiter MUSEUM GIERSCH

05.08.2012
Museum Giersch