Rolf Kissel – Der Raum ist der Ort der Zeit

Retrospektive zum 90. Geburtstag

14.04.2019 – 12.05.2019

Retrospektive zum 90. Geburtstag in der AusstellungsHalle 1A

Dr. Ina Hartwig Kulturdezernentin

Mit der Retrospektive „Der Raum ist der Ort der Zeit“ ehrt die Stadt Frankfurt mit Rolf Kissel einen Künstler in seinem 90. Lebensjahr, dessen Werdegang eng mit Frankfurt verbunden ist. In Frankfurt wurde er am 15. April 1929 geboren, an der Frankfurter Städelschule studierte er von 1956 bis 1961 bei Albert Burkart. In der legendären Zimmergalerie Franck hatte der junge Künstler 1961 seine erste Einzelausstellung. Viele weitere Ausstel­ lungen in Frankfurter Institutionen wie dem Kunstverein, dem Karmeliterkloster, dem Museum Judengasse und dem Haus für Stadtgeschichte in unserer Nachbar­ stadt Offenbach wie auch in verschiede­ nen Frankfurter Galerien folgten – neben zahlreichen Ausstellungen bundesweit. Sein Werk ist in wichtigen Museums­ sammlungen vertreten wie im Arp­ Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen, dem Goethe­Nationalmuseum in Weimar, in der Kunsthalle Mannheim, im Museum Wiesbaden, Museum Morsbroich in Leverkusen, der Sammlung des Hessi­ schen Rundfunks und der Deutschen Bank, dem Städel Museum und dem Museum für moderne Kunst Frankfurt. Eine herzliche Freundschaft verband ihn mit Hilmar Hoffmann. 2015 wurde Rolf Kissel mit der Goethe­Plakette des Hessischen Ministeriums für Wissen­schaft und Kunst ausgezeichnet.

Rolf Kissel hat nicht nur ein imposantes Œuvre geschaffen, auch sein politisches Engagement fand dort künstlerischen Ausdruck. Mit seinem Namen verbunden ist der Kampf um die Erhaltung der Reste der ursprünglichen Frankfurter Juden­gasse und damit um die Bewahrung der Erinnerung an die jüdische Geschichte unserer Stadt – der so genannte Börne­ Platz­Kon ikt. Künstlerische Arbeiten dazu nden sich heute in der Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt.

Von seinen Kunst­am­Bau­Projekten ist das sicher bedeutendste das 1974 ent­ standene 34 Meter lange Lichtrelief aus Aluminium im Kongresszentrum Rosen­ garten in Mannheim. Aber auch Frankfurt kann mithalten: In der Alten Oper be ndet sich die Blechharfe, entstanden 1980/81. Zehn einzeln an Stahlseilen aufgehängte Elemente aus eloxiertem Aluminium ziehen sich auf 9,20 Meter Länge über drei Stockwerke. Für den Altarraum der Erlöserkirche im Frankfurter Stadtteil Oberrad, in dem er aufwuchs, schuf er 1997 das siebenteilige Relief Lux Mundi.

Meine Glückwünsche zum Geburtstag und mein großer Dank gelten mit Rolf Kissel einem Mann, der sein Leben und Wirken ganz in den Dienst der Kunst gestellt hat und ihr in Frankfurt weg­ weisende Impulse gegeben hat.

Eröffnung am Sonntag, dem 14. April 2019 um 12 Uhr.

Rahmenprogramm:

Mittwoch, 24. April 2019, 19 Uhr Führung durch die AusstellungDr. Isa Bickmann

Samstag, 4. Mai 2019, 16 Uhr
Kunst und Kultur in Frankfurt ab 1955Eva Claudia Scholtz M.A.
Jochen Nix: Lesung Gedichte aus der Zeit Jo Flinner (Klavier)

AusstellungsHalle Schulstraße 1A
60594 Frankfurt am Main T 069 96200188

Mi, Do 18 – 20 Uhr
Fr, Sa, So 14–18 Uhr Ostersonntag/Ostermontag 14 –18 Uhr

www.ausstellungshalle.info

Eine Ausstellung des Kulturamtes Frankfurt

 

Teilnehmende Künstler

Veranstaltungsort:

AusstellungsHalle Frankfurt
Schulstraße 1 A 60594 Frankfurt am Main

Veranstalter:

Kunst in Frankfurt e.V.
Teilnehmende Künstler