Darmstädter Sezession

über das Werk von Matthias Gessinger

Von Susanne Armbruster – 21.07.2013

Künstlerkritik

»… Matthias Gessinger ist ein Romantiker, der seiner Sensibilität mit einer bewundernswerten Malkultur und einer höchst spirituellen Bildsprache Ausdruck verleiht.

Man muss sich ansehen, wie er das macht: Die Fläche in vibrierende transparente Schleier aufzulösen, die sich nicht gegenseitig verdecken, sondern ergänzen und jede für sich in ihrer eigenen Präsenz in Erscheinung treten. Dabei spielen Elemente der Collage eine gewisse Rolle. Bei manchen Arbeiten sind Schichten hauchdünnen Seidenpapiers übereinander gelegt, die durch Risse oder glatte durchsichtige Partien den Blick auf dahinterliegende Bildzonen freigeben. Schriftfetzen, Textpartikel, mitunter nur ein einzelner Buchstabe oder eine sanft hervortretende Farbnuance … … können da mitunter im Kontext des Ganzen Raumzonen andeuten und Tiefenbewegung akzentuieren. Eine malerisch höchst präzise und sorgfältig behandelte Flächenzone kann dabei die gleiche formale Rolle innerhalb einer Komposition einnehmen wie in einer Zeichnung womöglich eine einfache Linie, ein genau abgestecktes Zeichen.

Handwerkliches Können und ein sensibles Reagieren auf Zeit und Umwelt werden hier eins.

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