Darmstädter Sezession

Rolf Kissel – Kontext 2

28.07.2013

Künstler über ihre eigene Arbeit

»Ausgehend von einer durchgängig konstruktiven Grundhaltung ist meine Arbeit an der Zeichnung stark experimentell. Ein wesentlicher Aspekt ist die Verwendung des Zitats. Das Zitat ist ambivalent, ist formal bildnerisches Mittel und evokativer Zwischenraum, verweist über das Aufgezeigte (Aufgezeichnete) – über das Format hinaus – assoziativ auf andere Räume. Es erscheint in der Zeichnung als Fragment aus der eigenen Produktion im Prozess der Entwicklung des bildnerischen Vokabulars (…), erschließt andere Medien in der Form des Literaturnachweises (…), evoziert Bilder aus Sprache, die nie von mir gemalt werden. Es geht darum, historische Realität konkret in die konstruktive Zeichnung einzubringen. In den neuesten Zeichnungen der Turmserie assoziiert das Zitat die brutale Erscheinung historischer Realität unmittelbar“.1) Die Abbildung »Zitatnachweis« im Katalog der 23. Jahresausstellung ist wesentlicher Teil der hier gezeigten Zeichnungscollage. Ich nutze den öffentlichen Raum der Kunstvermittlung, zur »Intervention«, zur Öffentlichkeitsarbeit und Mobilisierung für die Herbstaktionen der Friedensbewegung 1984.«2)

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