Darmstädter Sezession

Ausschreibung Preis der Darmstädter Sezession 2015

Von Jörn Heilmann (Pressereferent) – 04.02.2015

Allgemein

Ausschreibung Preis der Darmstädter Sezession für junge Künstler/innen 2015 und Förderpreis 2015 zum Thema „AUFBRUCH / ästhetische Reflexionen“

Die Darmstädter Sezession schreibt seit 1975 den Preis für junge Künstler/innen aus. Hiermit sollen aktuelle Tendenzen sichtbar gemacht und hoffnungsvolle Talente aktiv gefördert werden. Der Preis ist mit 5.000,- € dotiert und richtet sich an Künstler/innen, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Hauptpreis ist mit einer Sonderausstellung sowie mit einer Mitgliedschaft in der Darmstädter Sezession verbunden. Zudem wird ein Förderpreis in Höhe von 2.500,- € ausgelobt. Thema der Ausschreibung lautet „AUFBRUCH / ästhetische Reflexionen“ und ist 2015 bewusst offen für alle Medien gehalten. Eine Fachjury wählt aus den Bewerbern ca. 10 – 12 Künstler/innen aus, die vom 17. 10. – 14.11. 2015 an der Ausstellung der Darmstädter Sezession im Medien- und Hörsaalzentrum der Technischen Universität Darmstadt teilnehmen. Aus den Teilnehmern/innen werden dann die beiden Preisträger/innen ermittelt. Die Preisverleihung findet am letzten Tag der Ausstellung statt. Es werden nur Online-Bewerbungen berücksichtigt, die Bewerbungssprache ist Deutsch. Die Bewerbung ist ab sofort über die Website der Darmstädter Sezession www.darmstaedtersezession.de möglich. Hier sind auch viele weitere Informationen zur Künstlervereinigung einsehbar.

Anmeldeschluss ist der 17. 05. 2015.

Überlegungen zum Hintergrund der Jahresausstellung der Darmstädter Sezession: 2015 ist ein Jubiläumsjahr für die Darmstädter Sezession – vor 70 Jahren (am 28.10.1945) wurde die erste Ausstellung nach dem Krieg in zwei notdürftig wieder hergerichteten Hörsälen der Technischen Hochschule Darmstadt präsentiert und die Darmstädter Sezession gründete sich als NEUE Darmstädter Sezession wieder. Für uns Grund genug, dem Anlass auch insofern Genüge zu tun und als Ausstellungsort das neu errichtete Medien- und Hörsaalgebäude auf der Lichtwiese zu wählen. Während der Nazizeit wurde die Darmstädter Sezession zwar weder offiziell aufgelöst noch verboten, doch bestanden im Zuge der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten keinerlei Möglichkeiten, als eigenständige Künstlergruppe in Darmstadt auszustellen. Alle bestehenden Künstlervereinigungen wurden im Juli 1933 unterschiedslos zum »Reichskartell der bildenden Künste« zusammengeschlossen.1945 war also ein Jahr des AUFBRUCHS und des Neuanfangs, dementsprechend auch der Titel der damaligen Ausstellung: „Befreite Kunst“. Die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse heute sind mit 1945 nicht vergleichbar. Dennoch soll das Jubiläum für uns Anlass sein, darüber nachzudenken, was ein AUFBRUCH für einen Künstler heute sein könnte. In Zeiten des „anything goes“ und einer überwältigenden Bilderflut stellt sich für einen Künstler vordringlich die Frage, wo er sich verortet und von wo er aufbricht, um seine künstlerische Identität zu entwickeln, kurz, es geht um die Frage, woher und wohin? Von Interesse für die diesjährige Ausstellung ist vor allem die Klarheit und die Vielfalt der Positionen – oder sind gar künstlerische Trends auszumachen, die länger als ein oder zwei Messe-Saisons halten? Sind ästhetische Referenzen heute überhaupt noch von Bedeutung oder wirksam? Zur Diskussion dieser und anderer Fragen soll die diesjährige Ausstellung anregen.

Bewerbung und Information ab sofort: www.darmstaedtersezession.de

Anmeldeschluss: 17. 05. 2015

Ausstellungsort: Medien- und Hörsaalzentrum der Technischen Universität Darmstadt Franziska-Braun-Straße 10, Darmstadt (Lichtwiese)

Ausstellungsdauer: 17. 10. – 14.11. 2015