Darmstädter Sezession

70 Jahre Neue Darmstädter Sezession/Der Preis der Darmstädter Sezession 2015

Von Jörn Heilmann (Pressereferent) – 11.09.2015

Pressemitteilung

Pressemitteilung 04.09.2015
70 Jahre Neue Darmstädter Sezession/Der Preis der Darmstädter Sezession 2015

Jubiläumsausstellung und Ausstellung der Bewerber/innen für den Preis der Darmstädter Sezession und Förderpreis 2015 für junge Künstler/innen zum Thema „AUFBRUCH / ästhetische Reflexionen“

70 Jahre Neue Darmstädter Sezession:
2015 ist ein Jubiläumsjahr für die Darmstädter Sezession – vor 70 Jahren (am 28.10.1945) wurde die erste Ausstellung nach dem Krieg in zwei notdürftig wieder hergerichteten Hörsälen der Technischen Hochschule Darmstadt präsentiert und die Darmstädter Sezession gründete sich als NEUE Darmstädter Sezession wieder. Für uns Grund genug, dem Anlass auch insofern Genüge zu tun und als Ausstellungsort das neu errichtete Medien- und Hörsaalgebäude auf der Lichtwiese zu wählen.

Während der Nazizeit wurde die Darmstädter Sezession zwar weder offiziell aufgelöst noch verboten, doch bestanden im Zuge der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten keinerlei Möglichkeiten, als eigenständige Künstlergruppe in Darmstadt auszustellen. Alle bestehenden Künstlervereinigungen wurden im Juli 1933 unterschiedslos zum »Reichskartell der bildenden Künste« zusammengeschlossen.1945 war also ein Jahr des AUFBRUCHS und des Neuanfangs, dementsprechend auch der Titel der damaligen Ausstellung: „Befreite Kunst“.

Die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse heute sind mit 1945 nicht vergleichbar. Dennoch soll das Jubiläum für uns Anlass sein, darüber nachzudenken, was ein AUFBRUCH für einen Künstler heute sein könnte. In Zeiten des „anything goes“ und einer überwältigenden Bilderflut stellt sich für einen Künstler vordringlich die Frage, wo er sich verortet und von wo er aufbricht, um seine künstlerische Identität zu entwickeln, kurz, es geht um die Frage, woher und wohin?

Von Interesse für die diesjährige Ausstellung ist vor allem die Klarheit und die Vielfalt der Positionen – oder sind gar künstlerische Trends auszumachen, die länger als ein oder zwei Messe-Saisons halten? Sind ästhetische Referenzen heute überhaupt noch von Bedeutung oder wirksam? Zur Diskussion dieser und anderer Fragen soll die diesjährige Ausstellung anregen.

Der Preis der Darmstädter Sezession 2015:
Die Darmstädter Sezession vergibt ihren mit 5.000,- € dotierten Hauptpreis und den mit 2.500,- € dotierten Förderpreis im Jahr 2015 an herausragende junge Künstler/innen, die ihr 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Thema der Ausschreibung lautet „AUFBRUCH / ästhetische Reflexionen“ und ist bewusst offen für alle Medien gehalten. Hiermit soll ein offener und breiter Diskurs ermöglicht werden, der aktuelle Tendenzen hoffnungsvoller Talente sichtbar macht.

Die Ausstellung wird im Rahmen der Jahresausstellung der Darmstädter Sezession im Medien- und Hörsaalzentrum der Technischen Universität Darmstadt auf der Lichtwiese präsentiert. Sie umfasst unterschiedliche Disziplinen aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Installation, Film und Performance. Von Interesse für die diesjährige Ausstellung ist vor allem die Klarheit und die Vielfalt der Positionen und soll die Frage aufwerfen, ob ästhetische Referenzen heute überhaupt noch von Bedeutung oder wirksam sind. Der Hauptpreis ist mit einer Sonderausstellung sowie einer Mitgliedschaft in der Darmstädter Sezession verbunden.

Annähernd 300 Bewerbungen aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland sind nach Beendigung der Anmeldefrist gesichtet worden. Eine Fachjury hat nun 11 Bewerber/innen ausgewählt, die vom 17.10. – 14.11.2015 an der Ausstellung der Sezessionsmitglieder teilnehmen. Hierfür wurde ein Raumkonzept entwickelt, das der Örtlichkeit auf der Lichtwiese angepasst wurde. Neben den Bewerbern und Mitgliedern der Darmstädter Sezession wird Maria Anwander, die in Berlin lebende Preisträgerin von 2013, ihre raumgreifenden Arbeiten im Rahmen einer Sonderausstellung zeigen.

Aus den Teilnehmern/innen werden dann die beiden Preisträger/innen ermittelt. Die Preisverleihung findet am letzten Tag der Ausstellung im Rahmen einer Finissage statt.

Die Bewerber/innen sind:

Thomas Georg Blank
Oleg Breininger
Mila Burghardt
Verena Freyschmidt
Manuel Frolik
Dorthe Goeden
Susann Maria Hempel
Stefanie Hofer
Stefan Schiek
Kathrin Schneider
Claudia Weber

Ausstellende Mitglieder der Darmstädter Sezession sind:

Maria Anwander
Laura Baginski
Gloria Brand
Barbara Bredow
Volker Brüggemann
Hede Bühl
Simon Dittrich
Barbara Eitel
Helga Föhl
Fridolin Frenzel
Manfred Fuchs
Daniela Ginten
Horst Haack
Jorg Hartig
Jörn Heilmann
Hagen Hilderhof
Kurt-Wilhelm Hofmann
Nicole Jana
Carola Keitel
Hannelore Köhler
Pierre Kröger
Willes Meinhardt
Werner Neuwirth
Susanne Ritter
Vera Röhm
Mirja Nicola Ruhmke
Frank Schylla
Hans Sieverding
Cornelius Staudt
Jens Trimpin
Hubertus von Pilgrim
Friederike Walter
Helmut Werres
Matthias Will
Karl Willems
Gerd Winter

Information:
www.darmstaedtersezession.de

Ausstellungsort:
Medien- und Hörsaalzentrum
der Technischen Universität Darmstadt
Franziska-Braun-Straße 10, Darmstadt
(Lichtwiese, gegenüber der Mensa)

Ausstellungsdauer:
17.10. – 14.11.2015

Vernissage:
Sa 17.10.2015/17 Uhr
Einführende Worte: Horst Dieter Bürkle, Vorstandssprecher der Darmstädter Sezession

Finissage & Preisverleihung:
Sa 14.11.2015/17 Uhr

Öffnungszeiten:
Mo-Sa 8-18 Uhr
(öffentlicher Gebäudezugang bis 22 Uhr)

Eintritt:
frei

Führungen nach Vereinbarung:
kontakt@darmstaedtersezession.de

Anhang (weitere Bilder auf Anfrage):
Thomas Blank, Archiv der Gier, 2015
Oleg Breiniger, Flachland, 2014
Stefan Schiek, Landschaft, 2012

Die Abbildungen dürfen honorarfrei nur im Zusammenhang mit einem Hinweis/einer Berichterstattung über die Ausstellung verwendet werden.

Achtung Pressetermin:
Für die Vertreter/innen der Presse besteht die Möglichkeit einen ersten Blick in die Ausstellung zu werfen am Donnerstag 15.10./11 Uhr. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

17.10.2015
Medien- und Hörsaalzentrum der Technischen Universität Darmstadt